WHO erkennt Erfolg von Barbados bei der Verhinderung der HIV-Übertragung von Mutter zu Kind an
Die WHO bestätigte Barbados nach einer Prüfung: Von 2022 bis 2024 wurden unter Neugeborenen keine HIV-Infektionen durch Mutter-Kind-Übertragung gemeldet.
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Foto: Hanumann / Wikimedia Commons, CC BY 2.0; archival photograph (2006). · Bildquelle · Lizenz: CC BY 2.0Die Weltgesundheitsorganisation teilte am 30. Oktober 2026 mit, dass Barbados die Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind als Problem der öffentlichen Gesundheit beseitigt hat. Die Anerkennung würdigt ein Präventions- und Versorgungsprogramm. Sie bedeutet nicht, dass HIV auf der Insel vollständig verschwunden ist.
Eine unabhängige Prüfung ergab, dass bei Kindern, die zwischen 2022 und 2024 auf Barbados geboren wurden, keine HIV-Infektionen infolge einer Mutter-Kind-Übertragung gemeldet wurden. Nach WHO-Angaben erhielten in diesem Zeitraum 98 Prozent der Schwangeren Vorsorgeuntersuchungen, 98 Prozent wurden auf HIV getestet und 98 Prozent der Schwangeren mit HIV bekamen antiretrovirale Medikamente.
HIV-Tests und Behandlung sind für Schwangere unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit kostenlos. Neugeborene mit möglichem HIV-Kontakt werden früh getestet und weiter betreut. Öffentliche Gesundheitseinrichtungen, Fachkräfte und zivilgesellschaftliche Gruppen trugen gemeinsam mit Unterstützung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation zu dem Programm bei.
Die Zertifizierung ist ein bedeutender Fortschritt. Damit er erhalten bleibt, sind aber zuverlässige Überwachung, gute Gesundheitsdaten, langfristig zugängliche Tests und Medikamente sowie Nachsorge für Mütter und Kinder erforderlich.
Barbados gehört damit zu 26 Ländern und Gebieten weltweit, die für die Beseitigung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV, Syphilis oder Hepatitis B beziehungsweise für Fortschritte auf diesem Weg anerkannt wurden. Die Meldung zeigt den Nutzen einer verlässlichen Gesundheitsversorgung, ohne ein Ende der gesamten Epidemie zu behaupten.