Warum steigende Rohstoffpreise die Ernährungssicherheit auch jenseits des Ölmarktes bedrohen
Im Rohstoffmarktbericht vom 28. Oktober prognostiziert die Weltbank für 2026 einen Anstieg der Rohstoffpreise um insgesamt 23 Prozent, vor allem wegen eines erwarteten Energiepreisanstiegs von 32 Prozent. Bei international gehandelten Nahrungsmitteln rechnet sie mit run.
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Foto: Depressedlymotivated / Wikimedia Commons / CC BY 4.0; archival contextual photograph; unmodified. · Bildquelle · Lizenz: CC BY 4.0Im Rohstoffmarktbericht vom 28. Oktober prognostiziert die Weltbank für 2026 einen Anstieg der Rohstoffpreise um insgesamt 23 Prozent, vor allem wegen eines erwarteten Energiepreisanstiegs von 32 Prozent. Bei international gehandelten Nahrungsmitteln rechnet sie mit rund 10 Prozent in diesem Jahr und weiteren 7 Prozent 2027. Das sind Prognosen, keine bereits eingetretenen Ergebnisse; sie entsprechen nicht unmittelbar der Preisentwicklung in jedem Supermarkt.
Energie wird zur Herstellung von Düngemitteln, zum Betrieb landwirtschaftlicher Maschinen, zur Kühlung von Lebensmitteln und zum Getreidetransport benötigt. Dauerhaft höhere Kosten können deshalb über mehrere Stufen der Lieferkette bei Haushalten ankommen. Die Weltbank erwartet 2026 einen Anstieg der Düngemittelpreise um 14 Prozent. Konfliktbedingte Störungen im Seeverkehr und ein starkes El-Niño-Ereignis bilden zusätzliche Risiken für Ernten und Verteilung.
Die Auswirkungen sind unterschiedlich. Länder, die Treibstoff und Grundnahrungsmittel importieren, stehen unter anderem Druck als Exporteure. Wechselkurse, Zölle, Subventionen und heimische Ernten beeinflussen ebenfalls die örtlichen Preise. Die FAO meldete für September einen Anstieg ihres internationalen Nahrungsmittelpreisindex um 1,5 Prozent. Das ist ein Warnsignal, keine Berechnung der künftigen Ausgaben jeder Familie.
In einem ungünstigen Szenario hält die Weltbank Nahrungsmittelpreise für möglich, die 12 Prozent über ihrem Basisszenario liegen, falls mehrere Schocks gleichzeitig eskalieren. Diese bedingte Annahme ist nicht die zentrale Prognose. Regierungen sollten daher Transport- und Düngemittelkosten neben den Ölpreisen beobachten, gefährdete Verbraucher nach Möglichkeit unterstützen und nicht erwarten, dass die Beseitigung eines einzelnen Engpasses das gesamte Ernährungssystem stabilisiert.