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Wirtschaft

EU verhängt fünfjährige Antidumpingzölle auf PET-Spunbond aus China

Endgültige Zölle zwischen 39,8 und 48,1 Prozent betreffen ein Material für die Bauindustrie.

Archivbild eines Hamburger Containerterminals, nicht von PET-Spunbond.
Archivbild eines Hamburger Containerterminals, nicht von PET-Spunbond.
Bildnachweis und Lizenz Foto: Dirk Vorderstraße / Wikimedia Commons / CC BY 2.0; archival contextual image; unmodified. · Bildquelle · Lizenz: CC BY 2.0
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Die Europäische Kommission hat am 30. Oktober 2026 endgültige Antidumpingzölle auf PET-Spunbond-Importe aus China angekündigt. Die Sätze liegen zwischen 39,8 und 48,1 Prozent und sollen fünf Jahre lang gelten.

Sie ersetzen die seit Mai angewendeten vorläufigen Zölle von 45,6 bis 50 Prozent. Nach Angaben der Kommission ergab die Untersuchung, dass die Ware zu Dumpingpreisen in die Europäische Union eingeführt wurde und Herstellern in Deutschland, Italien und Frankreich schadete. Der EU-Markt für das Material wird in der Mitteilung auf rund 200 Millionen Euro beziffert.

PET-Spunbond ist ein Vliesstoff aus Polyesterfilamenten, der teilweise mit Glasfasern verstärkt wird. Er dient als Trägermaterial für Abdichtungen, etwa bei Dächern. Die Entscheidung ist eine handelspolitische Schutzmaßnahme und kein generelles Importverbot für chinesische Waren.

Unternehmen können das Produkt weiterhin beziehen, doch die Zölle verändern den Einfuhrpreis und könnten die Lieferantenauswahl beeinflussen. Die Kommission begründet den Schritt mit den festgestellten Preispraktiken. Wie stark Händler, Bauunternehmen oder Verbraucher betroffen sein werden, wird in der Veröffentlichung nicht quantifiziert und lässt sich daraus nicht sicher ableiten.