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Hubble und Webb zeigen unterschiedliche Seiten des Katzenkopfnebels

Neue Beobachtungen einer Sternentstehungsregion im Carinanebel verdeutlichen, wie sichtbares und infrarotes Licht verschiedene Staubstrukturen sichtbar machen.

Infrarotaufnahme von Staubstrukturen in einem anderen Teil des Carinanebels.
Kontext: ein anderes Sternentstehungsgebiet im Carinanebel, im März 2026 mit Webb beobachtet; nicht das neue Katzenkopf-Feld.
Bildnachweis und Lizenz Foto: NASA/ESA/CSA JWST NIRCam; Megan Reiter et al.; image processing Melina Thévenot. CC BY-SA 4.0. Unmodified image. · Bildquelle · Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International
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Die NASA veröffentlichte am 29. Oktober 2026 neue Ansichten einer Struktur, die wegen ihrer Form den Spitznamen Katzenkopfnebel trägt. Die Aufnahmen stammen von den Weltraumteleskopen Hubble und James Webb. Das Gebiet liegt im großen Carinanebel, einer etwa 7.500 Lichtjahre entfernten Sternentstehungsregion. Der Name bezeichnet die Form einer Staubsäule und keinen gesondert katalogisierten Nebel.

Im sichtbaren Licht zeigt Hubble eine dunkle, längliche Staubformation vor leuchtendem Gas. Ein heller Punkt, der wie ein Auge wirkt, könnte ein junger Stern im Inneren der Wolke sein; sicher ist diese Deutung noch nicht. Webbs Infrarotbeobachtungen machen weitere Strukturen und Sterne sichtbar, die in den optischen Daten verdeckt bleiben.

Der Vergleich hilft, die Entstehung von Sternen besser zu verstehen. Dichte Staubwolken können das sichtbare Licht junger Sterne abschirmen. Bestimmte Infrarotwellenlängen dringen teilweise durch das Material oder registrieren dessen Wärmestrahlung. Erst die Kombination verschiedener Wellenlängen ermöglicht eine differenzierte Untersuchung des Zusammenspiels von Gas, Staub und Strahlung.

Die Veröffentlichung dokumentiert kein plötzliches Ereignis vom 29. Oktober. Gezeigt werden astronomische Messdaten, die verarbeitet und an diesem Tag vorgestellt wurden. Die Farben dienen der Darstellung von Informationen aus mehreren Filtern und entsprechen nicht unbedingt dem unmittelbaren Eindruck des menschlichen Auges.

Im Carinanebel liegen viele aktive Regionen, und Aufnahmen davon können unterschiedliche Ausschnitte zeigen. Das hier verwendete Kontextbild zeigt einen anderen, mit Webb beobachteten Teil von Carina und nicht das neue Katzenkopf-Feld. Die gemeinsame Auswertung der Beobachtungen demonstriert, wie verschiedene Instrumente die Erforschung der Sternentstehung ergänzen.