Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien, Herausforderer ficht Ergebnis an
Das Wahlgericht erklärte Lula nach der Abstimmung vom 25. Oktober mit rund 51,8 Prozent der gültigen Stimmen zum Sieger. Flávio Bolsonaro bestreitet das Ergebnis.
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Foto: Council of the Federation of the Federal Assembly of the Russian Federation / Wikimedia Commons / CC BY 4.0; archival or contextual image, unchanged · Bildquelle · Lizenz: CC BY 4.0Die brasilianische Präsidentschaftsstichwahl vom 25. Oktober endete mit der Erklärung von Luiz Inácio Lula da Silva zum Sieger einer vierten Amtszeit. Nach Angaben des Wahlgerichts erhielt er rund 51,8 Prozent der gültigen Stimmen, Senator Flávio Bolsonaro etwa 48,2 Prozent. Der Abstand lag bei ungefähr 4,4 Millionen Stimmen. Die Wahl war von Auseinandersetzungen über Wirtschaftspolitik, Institutionen und die politische Richtung des Landes geprägt.
Bolsonaro erkannte seine Niederlage zunächst nicht an. Er kritisierte die wegen Problemen beim Zugang zu Wahllokalen beschlossene Verlängerung der Abstimmung um zwei Stunden und kündigte eine Anfechtung an. Die Wahlbehörden erklärten, dass diese Maßnahme die Auszählung nicht ungültig mache. Allein die Anfechtung ist kein Beleg für einen fehlerhaften Stimmenstand.
Lulas neue Amtszeit soll im Januar 2027 beginnen. Trotz des Wahlsiegs bleiben politische Hürden: Die Opposition besitzt erheblichen Einfluss im Kongress, während finanzpolitische Grenzen mögliche Reformen erschweren. Für die Umsetzung seines Programms wird der Präsident Kompromisse aushandeln müssen.
Als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas hat Brasilien Gewicht bei regionaler Diplomatie, Agrarhandel und Klimaverhandlungen. Derzeit gesichert sind die Bekanntgabe des Wahlsiegers durch das Gericht und der Einspruch seines Gegners. Spätere gerichtliche Entscheidungen wären gesondert zu berichten.