NASA prüft kommerzielle Möglichkeiten zur Verlängerung der Hubble-Mission
Mit einer Informationsanfrage erkundet die Raumfahrtbehörde mögliche Orbitanhebungen, Wartungsmissionen und eine sichere Entsorgung.
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Foto: NASA, STS109-331-005 (9 March 2002). Public-domain U.S. government photograph. · Bildquelle · Lizenz: Public domain (U.S. federal government work; NASA)Die NASA untersucht, ob private Unternehmen dazu beitragen können, das Hubble-Weltraumteleskop länger in Betrieb zu halten. Am 29. Oktober 2026 veröffentlichte die Behörde eine Informationsanfrage zu technischen Möglichkeiten für eine Anhebung der Umlaufbahn, Wartungsarbeiten oder eine sichere Entsorgung. Damit ist weder eine Mission genehmigt noch ein Auftrag vergeben.
Hubble besitzt keinen eigenen Antrieb, um den geringen, aber stetigen Luftwiderstand in der oberen Erdatmosphäre auszugleichen. Nach derzeitigen NASA-Schätzungen könnte das Teleskop etwa 2033 oder 2034 wieder in die Atmosphäre eintreten. Diese Prognose kann sich ändern. Ein Eingriff müsste nach Einschätzung der Behörde vermutlich bis 2032 erfolgen.
Die untersuchten Möglichkeiten verfolgen unterschiedliche Ziele. Eine höhere Umlaufbahn könnte die wissenschaftliche Nutzungsdauer verlängern, ohne die Instrumente auszutauschen. Eine aufwendigere Wartungsmission könnte Fähigkeiten verbessern. Alternativ kämen ein kontrollierter Wiedereintritt oder eine andere sichere Entsorgung infrage, um Risiken am Missionsende zu verringern. Kosten, Sicherheit und technische Umsetzbarkeit müssten jeweils getrennt bewertet werden.
Seit 1990 liefert Hubble wichtige astronomische Daten. Das Teleskop hat das Verständnis von Sternen, Galaxien und der Expansion des Universums geprägt. NASA und Europäische Weltraumorganisation arbeiten bei der Mission zusammen. Das Goddard Space Flight Center führt den Betrieb, das Space Telescope Science Institute betreut die wissenschaftlichen Arbeiten.
Unternehmen können bis zum 30. November 2026 um 15 Uhr US-Ostküsten-Normalzeit antworten. Ein Auftragnehmer, ein verbindliches Budget, ein Starttermin oder ein endgültiges Missionskonzept wurden nicht genannt. Zunächst soll geklärt werden, ob ein realistischer Eingriff möglich ist, bevor der sinkende Orbit den Handlungsspielraum weiter einschränkt.