EU akzeptiert Temus Maßnahmenplan und setzt Aufsicht fort
Die Europäische Kommission hat Temus Plan gegen Risiken illegaler Produkte akzeptiert, verlangt aber Umsetzung und eine unabhängige Prüfung.
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Foto: © European Union, 2026; photograph by Bogdan Hoyaux / European Commission / CC BY 4.0 (unmodified). · Bildquelle · Lizenz: CC BY 4.0Die Europäische Kommission teilte am 26. Oktober 2026 mit, dass sie einen Maßnahmenplan des Online-Marktplatzes Temu nach dem Gesetz über digitale Dienste akzeptiert hat. Im Mittelpunkt stehen Pflichten der Plattform, systemische Risiken durch rechtswidrige Produktangebote zu bewerten. Die Annahme bedeutet weder, dass alle Risiken beseitigt sind, noch dass Temu die erforderlichen Änderungen bereits umgesetzt hat. Das Unternehmen soll aktuelle Daten in seine Risikobewertungen einbeziehen, die Wirksamkeit seiner Gegenmaßnahmen prüfen und Schwächen bei der Inhaltsmoderation untersuchen. Zusätzlich sind mögliche Auswirkungen von Empfehlungssystemen sowie gezielte Manipulationen des Marktplatzes zu analysieren, die die Verbreitung illegaler Angebote verstärken könnten. Ein europäisches Beratungsgremium hatte Teile des Entwurfs zuvor als unzureichend konkret eingestuft; die Kommission präzisierte daraufhin die Anforderungen. Temu hat vier Monate für die Umsetzung. Eine Zwischenbewertung muss einen sechsmonatigen Zeitraum bis zum 30. November 2026 abdecken. Nach der Umsetzung ist eine unabhängige externe Prüfung vorgesehen. Die Kommission will die Einhaltung weiter überwachen. Im Mai 2026 hatte sie wegen Mängeln bei der Risikobewertung bereits eine Geldbuße von 200 Millionen Euro gegen Temu verhängt.