Großbritannien plant neue Auflagen für ausländische Rüstungsaufträge
Bei ausgewählten Rüstungsverträgen mit ausländischen Anbietern ab 50 Millionen Pfund sollen Investitionen und Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich geprüft werden.
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Foto: Palace of Westminster, London, UK — CivArmy / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 (unmodified). · Bildquelle · Lizenz: CC BY-SA 4.0Die britische Regierung hat am 30. Oktober 2026 eine neue Regelung für größere Verteidigungsbeschaffungen bei ausländischen Anbietern vorgestellt. Künftig soll ein größerer Teil dieser Ausgaben der heimischen Wirtschaft zugutekommen. Verträge ab einem Wert von 50 Millionen Pfund können darauf geprüft werden, ob industrielle Ausgleichsleistungen verlangt werden. Je nach Auftrag könnten Lieferanten Arbeitsplätze und Ausbildungsangebote schaffen, Standorte eröffnen, britische Zulieferer unterstützen oder technisches Wissen übertragen. Der Wert dieser Leistungen könnte bis zur Vertragssumme reichen. Eine automatische Verpflichtung für jeden Auslandsauftrag ist jedoch nicht vorgesehen; das Verteidigungsministerium will im Einzelfall entscheiden. Die Regierung sieht darin ein Instrument zur Stärkung der heimischen Industrie, ohne notwendige Käufe im Ausland auszuschließen. Für ausgewählte Beschaffungen soll die neue Vorgehensweise ab April 2027 gelten. Daraus folgt weder, dass jeder Vertrag vollständig ausgeglichen wird, noch dass bereits eine bestimmte Zahl neuer Arbeitsplätze feststeht. Entscheidend werden die jeweiligen Ausschreibungen, die mit den Unternehmen vereinbarten Pflichten und die Überwachung ihrer Umsetzung sein.