UN warnen vor nachlassender Kohlenstoffaufnahme der Ozeane
Laut einer von den Vereinten Nationen vorgestellten Untersuchung hat der Klimawandel die Fähigkeit der Ozeane, Kohlenstoff aufzunehmen, bereits um rund sechs Prozent verringert.
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Foto: Buckshop / Wikimedia Commons, CC BY 4.0; contextual photograph (February 2026). · Bildquelle · Lizenz: CC BY 4.0Ein am 29. Oktober 2026 von den Vereinten Nationen vorgestellter Bericht warnt, dass die Ozeane mit zunehmender Erwärmung der Erde weniger wirksam Kohlenstoff aufnehmen. Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem UN-Umweltprogramm und dem UN-Klimasekretariat. Demnach hat der Klimawandel diese Aufnahmefähigkeit bereits um etwa sechs Prozent reduziert.
Die Weltmeere bremsen die globale Erwärmung erheblich. Nach UN-Angaben nehmen sie rund 30 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids und ungefähr 90 Prozent der überschüssigen, durch Treibhausgase gespeicherten Wärme auf. Steigende Temperaturen belasten diese Funktionen jedoch zunehmend.
Wärmeres Wasser, Veränderungen der Meereschemie und der Strömungen sowie geschädigte Ökosysteme beeinflussen den Kohlenstoffaustausch zwischen Atmosphäre, Oberfläche und Tiefsee. Wenn die Ozeane einen geringeren Teil der Emissionen aufnehmen, könnte mehr CO₂ in der Atmosphäre verbleiben.
Die Schätzung bedeutet nicht, dass die Meere keinen Kohlenstoff mehr aufnehmen. Die Stärke dieser natürlichen Senke unterscheidet sich regional und zeitlich; ihre zukünftige Entwicklung hängt von Emissionen und Meeresbedingungen ab.
Der Bericht wurde vor der für November geplanten Klimakonferenz COP31 veröffentlicht. Er unterstreicht die Bedeutung sinkender Treibhausgasemissionen sowie einer besseren Beobachtung und des Schutzes mariner Ökosysteme.