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UNICEF meldet fünf mutmaßlich getötete Kinder bei Angriff auf Markt in Nyala

Laut UNICEF wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in Nyala im Sudan am 26. Oktober mindestens fünf Kinder mutmaßlich getötet und zwei weitere verletzt.

Frauen und Marktbesucher in Darfur, Archivaufnahme von 2008
Archivfoto eines Marktes in Darfur aus dem Jahr 2008; es zeigt nicht den Angriff auf Nyala im Oktober 2026.
Bildnachweis und Lizenz Foto: COSV, Darfur market, 2008, CC BY-SA 3.0. Archive photograph unrelated to the 26 October 2026 attack; no modifications made. · Bildquelle · Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)
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Bei einem Angriff mit einer bewaffneten Drohne auf einen Markt in Nyala im sudanesischen Süd-Darfur sollen am 26. Oktober 2026 mindestens fünf Kinder getötet und zwei weitere verletzt worden sein. Das teilte UNICEF drei Tage später mit. Die betroffenen Kinder waren nach Angaben der Organisation zwischen sieben und vierzehn Jahre alt; unter den Toten sollen drei Jungen und zwei Mädchen gewesen sein. Die Zahlen stammen aus der Mitteilung von UNICEF und wurden von dieser Redaktion nicht unabhängig bestätigt. Einen Verantwortlichen für den Angriff nannte die Organisation nicht. Aus der verwendeten Waffe allein lässt sich keine Täterschaft ableiten.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen sieht den Vorfall als Teil einer wachsenden Gefahr für Zivilisten an Orten des täglichen Lebens. Es verwies zudem auf einen weiteren gemeldeten Drohnenangriff auf einen gut besuchten Markt in Abyei am 19. Oktober. Dort sollen mindestens 80 Menschen, darunter Frauen und Kinder, getötet worden sein. Auch diese Zahl ist eine von UNICEF wiedergegebene Angabe.

Zwischen Januar und September 2026 wurden in Sudan laut UNICEF mehr als 400 getötete oder verletzte Kinder gemeldet. Bewaffnete Drohnen seien für einen erheblichen Anteil der Opfer verantwortlich. Beschädigt wurden außerdem Wohnhäuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasseranlagen und Märkte. Nach mehr als drei Jahren Konflikt forderte UNICEF ein Ende der Gewalt gegen Kinder und einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung.

Quelle: UNICEF